Der Sommer lädt dazu ein, sich ein Buch zu schnappen und unter dem Sonnenschirm am Strand oder Balkon, im schattigen Park oder im kühlen Haus in eine andere Welt zu versinken.
Lesen kann aber auch inspirieren und Neues lehren. Ob selbst gekauft, in der Bibliothek geborgt, mit Bekannten getauscht oder als Hörbuch gelauscht - hoffentlich ist in dieser kleinen bunten Sammlung etwas für dich dabei!
Bei der Hitze in unserem Land klingt für die* ein oder andere ein Aufenthalt in Island sicherlich verlockend - und noch dazu sind die Lebensbedingungen für Frauen* in Hinsicht auf Gleichberechtigung besser - doch wie funktioniert das? Islands ehemalige First Lady Eliza Reid interviewte einige außergewöhnliche Isländerinnen und veröffentlichte die inspirierenden Geschichten in ihrem Buch „Das Geheimnis der Isländerinnen“.
Nicole Seifert behandelt in „Frauen Literatur. Abgewertet, vergessen, wiederentdeckt“ die Rollen der Frauen und Männer in der Literatur und analysiert, wie es dazu kommt, dass selbst heute noch kaum Bücher von Frauen* in der Schullektüre behandelt werden und viel weniger Männer* zu Büchern von Autorinnen* greifen.
Ein spannendes, leicht zu lesendes Buch ist „Beklaute Frauen“ von Leonie Schöler, die die Geschichte von vergessenen und unterdrückten Frauen der letzten 200 Jahre aufrollt.
Ulli Lust veröffentlichte mit „Die Frau als Mensch. Am Anfang der Geschichte“ einen Sachcomic, der ebenfalls in die historische Rolle von Frauen in der Gesellschaft blicken lässt.
Mit Franka Freis „Periode ist politisch“ werden viele bedeutende Fakten aufgezeigt über ein Thema, das circa die Hälfte der Weltbevölkerung direkt betrifft und dennoch tabuisiert und stigmatisiert wird. Spannend!
Der Missbrauch von Gisèle Pelicot durch ihren Ex-Mann und weitere 50 Männer ist wohl an niemandem vorbeigegangen, mit dem Buch „Eine Hymne an das Leben” beschreibt sie ihre Erlebnisse und zeigt, wie sie dennoch Lebensfreude und Hoffnung behielt - eine kraftvolle Publikation!
Mit Themen wie Scham, sexuelle Neugier und Macht regt auch Annie Ernaux zum Nachdenken an. In ihrer autobiografischen Novelle „Erinnerung eines Mädchens“ lässt sie in den Sommer eines 18-jährigen Mädchens, das 1958 Kinderbetreuerin in einem Feriencamp in Frankreich ist, eintauchen - aufwühlend und erstaunlich zeitlos.
Und zum Abschluss: Barbara Blahas Sachbuch, aus dem sicher jede*r etwas mitnehmen kann: „Funkenschwestern. Wie Feminismus alles besser macht“ befasst sich mit genau den Themen unserer Kernbotschaft zum FRAUEN*Streiken am 3.5.2027:
Zeit. Geld. Gerechtigkeit.
Text verfasst von: Hannah